Köstlicher Hirtenkäse aus dem Ofen

Hirtenkäse bedeckt mit Gemüse aus einer Ofenpfanne auf einem Holzbrett.

Dieses einfach Gericht kann in zig verschiedenen Varianten zubereitet und genossen werden. Sowohl im Winter oder im Sommer, als Beilage oder Hauptgericht. Mit leichten Handgriffen kann man aus einem Hirtenkäse (Kuhmilch) oder Feta (Schafsmilch / bis 30% Ziege) eine leckere Mahlzeit mit Wohlfühlfaktor schaffen.

Der Unterschied zwischen Hirtenkäse und Feta liegt hierbei auch im Geschmack. Feta hat von Natur aus einen kräftigeren Geschmack, Hirtenkäse wild als mild bezeichnet. Daher nehme ich auch für dieses Rezept Hirtenkäse, denn so kann man sich im Zweifel an den Feta „heranarbeiten“ wenn man sich unsicher ist.

Mit veganem Feta habe ich noch nicht gearbeitet, denke aber, dass man ihn ebenso in diesem Gericht einsetzen könnte.

Das Gericht, so simpel es auch ist, habe ich das erste Mal in der Tagesklinik gegessen. Wir haben es im Kurs „Achtsames Kochen“ kennengelernt. Leider wurde der Kurs in der zweiten Hälfte der Therapie wegen Corona dann nicht mehr angeboten.

Wenn ich mir also diesen Käse vorbereite, kommen bei mir immer die Erinnerungen an ein gemeinsames Kochen unter dem Aspekt der Achtsamkeit hoch. Sich wirklich Zeit nehmen jede Zutat einzeln zu bearbeiten und beim Essen anschließend auch dies achtsam zu tun. Daher am Ende noch eine kleine Anregung, wie man ein achtsames Essen beginnen kann.

Die Newsletterempfänger haben bereits eine kleine Idee wie es geht, denn sie bekamen diesen Monat die Übung „Das achtsame Glas“ mitgeschickt.

Zutaten für den Hirtenkäse

  • 1 Hirtenkäse
  • 1 Tomate
  • Handvoll Kirschtomaten (5-8 Stück)
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • frischer Basilikum oder TK Kräuter
  • 1 Paprika
  • Fingerspitze frische Chilischote
  • Olivenöl
  • Salz & Pfeffer
Kleingeschnittenes Gemüse auf Holzbrett.

Empfohlene Utensilien

  • Kleine Auflaufform aus Glas oder Keramik.
    (Etwa je 1 Finger breiter als der Käse und eine Handbreit hoch)
  • Alternativ geht auch eine Ofenpfanne super.
  • Backofen auf 200°C (Umluft) oder 220°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Hirtenkäse auf einem Tomatenbett in einer Ofenpfanne. Auf dem Holzbrett um die Pfanne herum ist ungeschnittenes Gemüse zu sehen.

Zubereitung

  1. Die Tomate in Scheiben schneiden und damit den Boden der Auflaufform bedecken. Ist die Form zu groß mindestens eine Fläche in Größe des Käse auslegen.
  2. Den Hirtenkäse auspacken und mit einem Küchentuch trockentupfen, anschließend auf die Tomaten legen.
  3. Cherrytomaten und Knoblauch vierteln, Zwiebel fein würfeln, Chilischotenspitze zerkleinern, Basilikum in beliebiger Menge grob hacken und alles vermischt in die Auflaufform geben. Ob neben oder auf dem Käse ist egal, der Käse sollte nur nicht komplett bedeckt sein.
  4. Olivenöl gleichmässig verteilen und anschließend Salz & Pfeffer verteilen.
  5. Die Paprika in Streifen schneiden und die Auflaufform damit bedecken, Schale nach oben.
  6. 20-25 Minuten im Ofen backen. Bei Minute 12 auf 160°C runterreduzieren
  7. Aus den Ofen nehmen, mit einem Heber vorsichtig auf einen Teller heben und genießen. Guten Appetit!

Es gibt auch noch viele weitere Varianten dieses Gericht. Es zählt: Gut ist, was gut schmeckt und gesund ist! Hier mal eine andere Variante mit Kichererbsen und Pilzen, einmal frisch aus dem Ofen wie im Rezept beschrieben und einmal mit Lachs als Beilage:


Ein achtsames Mahl

Meistens nehmen wir heutzutage Nahrung nur noch auf und nicht wahr. Sich bewusst jedoch Zeit und Raum für das Essen einer Mahlzeit zu nehmen, wird immer wieder in der Achtsamkeit hervorgehoben.

Die Vorteile liegen auf der Hand, wenn wir beim Essen auf uns und das Essen achten, kauen wir langsamer und haben Zeit in uns hineinzuhören. Der Verdauungsprozess beginnt bereits im Mund (Hier ein Artikel dazu) und richtiges Kauen kann Krankheiten vorbeugen. Außerdem beginnen wir bei langsameren und achtsameren Essgewohnheiten das Sattgefühl eher zu erkennen, wir überessen uns seltener. Dies reduziert anschließende Verdauungsbeschwerden, Magenschmerzen und Übelkeit.

Eine einfache Übung kann zu jeder Mahlzeit durchgeführt werden, wenn du einige dieser Punkte umsetzt:

  • Iss am Tisch und nicht vor der Tastatur oder dem Fernseher.
  • Vermeide Ablenkungen wie Fernseher, Handy oder Zeitung.
  • Nimm immer nur den Bissen auf die Gabel, denn du jetzt auch essen möchtest. Warte mit dem nächsten Befüllen der Gabel bis du gekaut und geschluckt hast.
  • Verbringe die ersten 3-10 Minuten des Essens in kompletter Stille. Führe Unterhaltungen erst später.
  • Trinke kleine Schlucke Wasser hin und wieder zwischen den Bissen.
  • Kaue gründlich. Es sollte sich ein Brei im Mund gebildet haben.
  • Warte mit den Nachnehmen ein oder zwei Minuten und höre in dich herein, ob du tatsächlich noch Hunger hast.
  • Achte bei der Essensauswahl auf verschiedene Struktur- und Geschmackserfahrungen (Stücke, Körnchen, Püree, mehlig, bissfest, cremig, trocken, würzig, fad). So ist das Essen für dein Gehirn interessanter und du beginnst automatisch mehr darauf zu achten. Das Speiseeis „Ben&Jerry’s“ nutzt diesen Aspekt zum Beispiel bei seinen verschiedenen Geschmacksrichtungen.
  • Probiere regelmäßig neue Geschmackskombinationen aus.

Gerade zu unserem leckeren Hirtenkäse passt diese Übung sehr gut, da man durch die verschiedenen Gemüsesorten und den Käse schon viele verschiedene Dinge zu schmecken hat. Isst man nicht LowCarb, kann auch ein knuspriges Knoblauchbrot oder etwas Reis dazu serviert werden, um noch weitere Strukturen hinzuzufügen.


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