Der beste Freund des Menschen

Ein ausgewachsener Schäferhund der einen Ast trägt und ein Welpe der nebenbei läuft au einer Wiese aufgenommen.

Dies ist die Geschichte von Henry und Mike aus der Kurzgeschichte „Das Café und der Punk“

Der Mensch und der Hund

Ich und meine Geschwister spielten gerade draußen im Garten. Unsere Mutter schlief zufrieden auf der Veranda. Ein lautes Jaulen hätte gelangt und sie wäre hier um einen Streit zu schlichten, doch das war nicht nötig. Die Sonne schien, wir hatten alle reichlich Futter erhalten und waren frisch gebürstet.

Meiner Schwester Amy hatte das gar nicht gefallen, sie hatte unserem Frauchen hart in die Finger gezwickt und war dafür bestraft worden. Auch Mutter hatte mit ihr geschimpft, denn es galt als äußerst unschicklich für Hunde dem Menschen etwas anzutun, bei dem man lebte.

Ich knabberte zufrieden an einem Holzstückchen, das ich unter den Rosenbüschen gefunden hatte. Eigentlich mochte Mutter es nicht, wenn wir in den Blumenbeeten rumliefen. Aber da gerade keiner genau hingesehen hatte, war ich der Versuchung erlegen es doch zu tun.

Die Türklingel ertönte und wir liefen alle kläffend und aufgeregt zum Gatter der Veranda, auch meine Mutter stand langsam und gemächlich auf und mahnte uns zur Ruhe. Das Frauchen erschien mit ein paar anderen Zweibeinern und unterhielt sich anscheinend über uns, die wir kläffend am Gatter hochsprangen, welches uns hinderte zu den Gästen hineinzukommen.

„Diese Zucht war besonders erfolgreich. Wir haben die ideale Fellfärbung hinbekommen und es sind keine der üblichen Zuchtkrankheiten aufgetreten. Natürlich hatten wir das schon erwartet, unsere  Theadora hat einen Stammbaum der über 10 Generationen reine Deutsche Schäferhunde aufweist und der Vater ist der Preisgekrönte Maxwell von Langenhausen, bekanntlich geht sein Stammbaum auch auf 12 Generationen zurück.“

Ich plusterte mich ein wenig auf, bei den Worten unseres Frauchens. Dass wir eine ganz besondere Hundefamilie waren, hatte Mama uns immer abends beim Einschlafen erzählt, doch nun bestätigte unser Frauchen dies anscheinend auch noch. Auch wenn ich mir nicht sicher war, was daran so wichtig sein konnte ein reiner Deutscher Schäferhund zu sein. Unser Fell glänzte seidiger als dass anderer Hunde, denen wir bei den ersten Gassi Runden begegnet waren und wie Mutter uns erzählte seien wir besonders oft wichtige Mitarbeiter der Polizei der Zweibeiner.

Da die Menschen untereinander nicht für Ordnung und ein vernünftiges Machtgefälle sorgen konnten, mussten sie andere dafür bezahlen ihr Machtgefälle zu beschützen. Und weil wir so hübsch und imposant aussahen, wollte man uns für solch eine Arbeit haben. Während meine anderen Geschwister noch am Gatter hing, war mein Bruder Mick zu Mutter gegangen und sprach mit ihr, gemächlich setzte ich mich neben ihn und Mutter und hörte ihrer Antwort zu. „Ihr seid jetzt alt genug um ohne mich und meine Milch auszukommen. Ihr fresst das gleiche wie ich und könnt alleine hinaus. Euer Fell schützt euch vor Kälte und ihr versteht was die Menschen von euch möchten. Daher hat unser Frauchen beschlossen, dass ihr nun zu euren eigenen Familien könnt.“

Mick jaulte kläglich, wie es seiner anhänglichen und schüchternen Art entsprach: „Mama, aber dann sehen wir dich ja gar nicht wieder!“  Sie leckte ihn behutsam über den Kopf.

„Wir sind da, um die Menschen zu beschützen und ihre Freunde zu sein, die Menschen sind oft einsam und überfordert mit ihrer komplizierten Welt. Wir müssen unsere Aufgabe im Leben erfüllen Mick.“

Er jaulte weiter und meine Mutter seufzte. Sie war eine erfahrene Hündin und hatte schon zuvor einige Würfe gehabt. Sicherlich waren darunter auch schon Charaktere wie Mick dabei.

„Manchmal kommen die neuen Familien mit euch wieder und zeigen uns zu was für hübsche und treue Hunde ihr geworden seid, dann siehst du mich ja wieder Mick.“

„Wirklich, Mama?“, sein Schwanz wedelte hoffnungsvoll hin und her. Ich wartete ihre Antwort nicht ab, sondern trottete zurück zu dem Gatter. Die Zweibeiner betrachteten und neugierig.

„Für unseren Sohn, wissen Sie? Er hat sich dieses Jahr ein eigenes Quad zum Geburtstag gewünscht, aber William und ich sind der Meinung, dass er mit zwölf Jahren lieber was anderes kriegen sollte als solch ein gefährliches Gerät. Ein süßer Welpe wird seine Laune sicherlich heben.“

„Natürlich, gerade für junge Leute aus ihren Kreisen sind Hunde ein wunderbarer Begleiter. Wenn ich ihnen einen Rat geben dürfte, besonders lieb und verspielt ist der junge Percywald hier“, sagte unser Frauchen und zeigte auf mich.

Ich wedelte freundlich mit dem Schwanz und verzieh es ihr, dass sie mir diesen fürchterlichen Namen aufzwängen wollte. Mutter hatte mich Henry getauft. Henry Junior um genau zu sein, denn ihr eigener Vater war Sir Henry von Roggford gewesen. Laut ihr hatte ich denselben freundlichen und intelligenten Charakter wie er. Sie war in einem Heim mit ihrem Vater und ihrer Mutter aufgewachsen, auch wenn sie sich kaum noch an sie erinnerte.

Mutter war schließlich nicht mehr die jüngste. „Mhm… Wenn sie das sagen nehmen wir ihn gerne, er wird bestimmt wunderbar zu unseren Sohn passen. Er ist so ein freundlicher und umgänglicher junger Mann und er hat so viele Freunde.“

An diesem Tag verließ ich mein altes Zuhause und kam zu meinen neuen Besitzern. Ich war sehr aufgeregt und zu meiner großen Scham pieselte ich den Sitz des ziemlich komisch riechenden Autos voll. Der Mann schimpfte mich deswegen aus und meinte, man hätte mich halt doch besser in den Kofferraum gepackt. Seine Frau spielte dabei gelangweilt auf einer leuchteten Platte und meinte, dass der Wagen doch gereinigt werden konnte.

Wir hielten vor einem großen Haus, einem sehr großen Haus, wie sollte ich mir da drinnen nur zurechtfinden. Allein das Patrouille laufen würde den halben Tag dauern, wie sollte ich mein neues Herrchen beschützen, wenn ich nicht mal sein Haus sichern konnte? Ich fiepte aufgeregt und zappelte unruhig auf der Zeitung herum, die mir nach meinem Unfall untergelegt worden war.

„Sei still du Kläffer… am besten lassen wir ihn im Gartenhaus über Nacht, damit ihn Kevin nicht findet. Sonst hat er ja gar keine Überraschung mehr für morgen“, meinte die Frau und der Mann stimmte ihr zu. Er nahm mich hoch und hob auch eine Tasche hoch, aus der ich meine Lieblingsleckerei riechen konnte, Trockenfleisch.

Ich wedelte fiepend mit dem Schwanz und versuchte meine Schnauze in die Tasche zu stecken. Doch er hielt die Tasche lediglich etwas weiter weg. Draußen war es schon dunkel und ich hatte ein wenig angst, auch wenn ich es nicht zugeben wollte. Diese Menschen wirkten nicht so nett wie Mamas Frauchen und ich war das erste Mal ohne meine Geschwister bei einem Menschen.

Der Mensch öffnete eine Tür zu einem großen Schuppen, ich kannte Schuppen. Mamas Frauchen hatte auch einen, dort bewahrte sie Gartenwerkzeuge und besonders lecker riechende Knochen auf. Die Knochen hatten dabei in einem Schrank gestanden der ganz kalt von drinnen war. Einmal hatte ich es geschafft mich hineinzustehlen und mit ihr gemeinsam darein zu sehen. Obwohl sie mich ein wenig getadelt hatte, hatte ich einen kleinen Knochen bekommen, denn ich dann still und heimlich unter den Rosenbüschen aufgegessen hatte.

Diese Schuppen hier war größer und hatte anscheinend mehrere Räume. Der Mann setzte mich auf einem großen weichen flauschigen Teppich ab und schüttete etwas Futter in eine Schale, die er neben den Teppich auf den Boden stellte. Anschließend ging er in einem Nebenraum und kam mit einer Schale frischen Wasser zurück. Ich aß derweilen aus dem Fressnapf, der bis zum Rand gefüllt war. So viel Futter hatte ich noch nie bekommen und ich hörte erst auf, als alles blitzeblank leer war.

Mein Magen fühlte sich gar nicht gut an und mir war schlecht, hilfesuchend blickte ich mich um. Mama leckte mir dann normalerweise immer beruhigend über den Bauch. Doch es war niemand mehr hier. Der Mann war gegangen und hatte mir nur ein kleines Licht auf einem Tisch angelassen. Ich suchte den Raum ab, um festzustellen wo er hin war, doch meine Nase war noch nicht gut genug, um festzustellen wo er denn jetzt überall war. Ich wusste nur, dass er hier in dem Raum gewesen war.

Ich jaulte, wie es normalerweise nur Mick tat und rief nach meiner Mama, die mir erklärt hatte, dass ich nun in ein schönes Zuhause mit freundlichen, aber unbeholfenen Zweibeinern kommen würde. Aber das man mich dort sicherlich sehr liebte. Derzeit vermisste ich jedoch nur meine Familie. Meine Geschwister fehlten mir, meine Mama fehlte mir und mir tat der Magen fürchterlich weh.

Nachdem ich lange genug um Hilfe gejault hatte und doch keiner gekommen war, siegte die Übelkeit und der drang ein Häufchen zu machen und ich hinterließ zwei unschöne Haufen auf dem Teppich. Ich kratze meine Hinterlassenschaften so gut es ging mit dem Teppich zu, so wie Mama es uns gezeigt hatte und krümelte mich unter das Sofa, dass zu hoch war, um auf es hinaufzuspringen.

Diese Nacht schlief ich schlecht und wachte immer wieder von meinem eigenen fiepen auf. Ich fühlte mich zum ersten Mal in meinem Leben ganz allein gelassen.

Schöne Bescherung

Am nächsten Morgen lief ich freudig auf dem Mann zu, als er die Tür zu dem Schuppen aufschloss. Endlich war ich nicht mehr alleine. Mir waren noch ein paar Missgeschicke passiert, weil ich eigentlich hinausmusste, doch keiner war da, um mir die Tür zum Garten aufzumachen und es standen auch nirgendwo vorbereitete Kästen mit Pieselstreu, wie meine Mutter es nannte, herum.

Er deutete auf die Pfützen und Häufchen und schimpfte mich ganz fürchterlich aus. Ich klemmte den Schwanz ein und winselte, anscheinend wäre es besser gewesen wenn sie einen meiner Geschwister genommen hätten. Ich war ein ganz schlechter Hund und hatte so viel Schimpfe wie noch nie innerhalb des letzten Tages erhalten. Nachdem er mit dem Schimpfen fertig war, griff er nach meinem Halsband und band eine viel zu große glitzerrote Schleife daran fest.  Der abfallende Glitzerstaub brachte mich zum Niesen und das ungewohnte Gefühl im Nacken zwickte unangenehm. 

„Was hat der bloß… die Züchterin meinte, dass die Welpen alle gesund wären…“

Ich nieste nochmal und fiepte ein: „War ich auch, bis ich hier allein bleiben musste und niemanden zum Wärmen in der Nacht hatte…“

Er hob mich hoch, eine Angewohnheit, die ich ziemlich nervig fand. Schließlich hatte ich vier gesunde und bewegungsbedürftige Pfoten. Er trug mich durch den Garten ohne mein freudiges zappeln irgendeiner Beachtung zu schenken. Ich musste wieder einmal dringend in Ruhe auf einem Flecken saftigen Rasen einmal mein Geschäft errichten.

Er brachte mich in einem Raum, der seiner Einrichtung nach einem Wohnzimmer war. Ehrfürchtig betrachtete ich diesen riesigen Raum. Er war viel größer als jeder Raum im Haus meiner Mutter und hatte auch viel größere Möbel, alles roch nach frischem Reiniger.

In der Mitte des Raumes war ein Berg voller bunt eingepackter Päckchen. Der Mann band mich an einem der größeren Päckchen fest und ging weg. Ein wenig später kamen er und die Frau mit einem kleinen Jungen wieder. Dieser betrachtete die Päckchen interessiert und sah auch mich kurz an. Ich zog an der Leine und wedelte mit dem Schwanz. Die Kinder, die bei Mamas Frauchen ab und an da gewesen waren, waren immer besonders lieb zu uns gewesen und hatten mit und geschmust. Und eine richtige Streicheleinheit konnte ich wirklich gebrauchen.

„Ist mein Quad draußen?“, fragte der Junge seine Eltern.

„Nein Liebling, wir halten ein Quad für zu gefährlich für dich. Aber schau, wir haben dir einen Hund gekauft. Du wolltest doch immer einen!“, versuchte es seine Mutter. 

„Aber ich wollte einen Quad!“, schrie dieser seine Mutter an und ich verzog mich mit eingeklemmtem Schwanz hinter ein paar Päckchen.

Diese Menschen waren so anders als ich es kannte. Aus Angst machte ich in meinem Versteck auf den Boden, doch ich traute mich nicht mich zu bewegen und blieb in meinem eigenen Pipi stehen. Mein eigenes Fell war mit Angsturin beschmiert und ich fühlte mich hundeelend, im wahrsten Sinne des Wortes.

„Jetzt hat der Köter auch noch auf mein Spielzeug gemacht! Das ist das schrecklichste Geschenk überhaupt! Ich will ihn nicht!“, empörte sich der Junge und zog mich hart an der Leine weg von den bunten Paketen.

Ich fiepte und knurrte panisch. Er wollte nach meinem Halsband greifen und ich schnappte zu. Es war ein Reflex und ich ließ sofort wieder los, dann machte ich mich so klein wie möglich, doch der Vater des Jungen packte mich und schlug mir hart auf den Hintern. Ich jaulte und fiepte kläglich, doch ich schnappte nicht wieder zu.

Er brachte mich zurück in mein Nachtquartier und schlug die Tür hinter sich zu. Nachdem ich mich ein wenig von den Schrecken erholt hatte, legte ich mich in eine Ecke des Raumes und wartete.

Was sollte ich auch sonst tun? Ich traute mich nicht auf den Teppich, für den ich vor kurzen solch einen Ärger bekommen hatte. Der Fressnapf war leer, nur ein paar Schlucke abgestandenes Wasser trank ich noch kurz.

Ich kratzte an der großen Schleife, die immer noch störend um meinen Hals hin, doch das einzige was dies bezweckte war ein erneuter Niesanfall von mir. „Mama…“, fiepte ich und legte den Kopf auf die Pfoten.

Hundeelend

Ich blieb noch ein paar Stunden allein, dann kam der Mann wieder. Ich ging dieses Mal nicht zu ihm hin, sondern blieb einfach liegen.

„Ein Glück, dass dieser Köter noch nicht gechipt ist… ich schaff ihn einfach weg, nachdem dieses aggressive, dreckige Vieh sich so verhalten hat, ist es nicht einen einzigen Euro wert, den wir gezahlt haben…“

Er packte mich unsanft am Halsband und zog mich hinter sich her. Ich sperrte mich, weil ich nicht wusste, was er nun mit mir anstellen wollte. Ich knurrte ihn an, doch bei dem Auto angekommen packte er mich hinten in den dunklen Kofferraum rein, wo ich panisch gegen die Wände kratzte, weil es stockfinster war.

Der Wagen fuhr los und blieb eine Weile in Bewegung. Irgendwas hielt er an. Ich konnte Wasserrauschen hören. Nachdem er den Kofferraum geöffnet hatte zog er mir das Halsband ab und packte mich am Nackenfell.

Ich fiepte soweit es mir möglich war, eigentlich war ich schon viel zu groß um am Nackenfell hochgehoben zu werden. Er ging mit mir auf einen Steg und holte Schwung um mich ins Wasser zu werfen. Mit einem letzten panischen Jaulen landete ich im Wasser und bevor ich anfangen konnte zu schwimmen, riss die Strömung mich fort.

Ich verlor mein Bewusstsein und trieb kraftlos im Wasser herum. Wie im dumpfen Nebel fühlte ich irgendwann das Hände nach mir griffen und mich an Land zogen.

„Oh Gott, er atmet noch…“, hörte ich eine tiefe männliche Stimme sagen. Nachdem der Mann mit mir aus dem Wasser raus gestiegen war, trocknete er mich mit einer Decke ab und wickelte mich in eine Jacke. Ich war zu schwach um mich zu wehren oder ihn überhaupt anzusehen. Ich versuchte schwach mit dem Schwanz zu wedeln, konnte aber nicht sicher bestätigen, dass es mir geglückt war. Mein Kopf wurde sanft gestreichelt und der Mann redete mir gut zu. Ich glaubte ihn als er mir sagte es würde alles besser werden.

Ein wenig später schüttelte ich den Kopf weil mich eine Fliege am Ohr gestört hatte. Ich hob meinen Kopf und gähnte. Ein Mann saß an einem Feuer und trocknete seine Kleider. Er sah ungepflegt aus und trug einen Vollbart. Er lächelte als er mich sah. Als ich aufstehen wollte, bemerkte ich, dass ich ein dünnes Seil als Halsband und Leine trug. Die Leine war an seinem Schuh festgebunden.

„Na Kleiner?“, brummte er und kraulte meinen Kopf. Ich brummte zufrieden und legte den Kopf schief. Seine Hände waren rau und waren somit ideal für das Kraulen geeignet. „Wer hat dir das den angetan, mhm? Dich einfach so in die Elbe zu werfen, ein abscheuliches Verhalten ist das!“

Ich stimmte ihn zu und erzählte in was in den letzten zwei Tagen meines Lebens alles passiert war, doch natürlich verstand er meine Ausführung nicht, doch ich fühlte mich wohler, das Ganze einmal erzählt zu haben.

„Hast Hunger, mhm?“, er kramte in seinem Rucksack herum und öffnete eine Dose, die er in eine ausgebeulte Blechschüssel schüttete. „Hier. Probier mal. Ravioli kennt solch ein hübscher Hund wie du doch bestimmt nicht.“

Ich roch an dem Essen und rümpfte die Nase, doch nachdem mein Hunger gesiegt hatte leckte ich die Schüssel mit dem schleimigen Inhalt bis zum letzten Fleck leer und sah diesen Mann erwartungsvoll an.

„Mehr hab ich leider nicht“, lachte dieser und sah mich angestrengt nachdenkend an. „Willst du bei mir bleiben, mein Lieber. Beim lieben Mike?“

Ich wedelte mit dem Schwanz und versuchte aufzustehen, doch meine Beine waren noch zu schwach. Der Mann, der sich selbst Mike nannte, kraulte meinen Kopf und ich legte mich wieder hin.

„Wie nenn ich dich bloß?“, fragte er mich halblaut und bevor ich einschlief wuffte ich ihn zu, mein Name sei Henry. „Ich nenne dich Henry. Das passt zu so einem Hübschen wie dir!“

Das Bild zeigt ein Grafittikunstwerk von einem Obdachlosen, der mit seinem Hund kuschelt, während Menschen an ihm vorbeigehen. Die Grundstimmung ist positiv.

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